Das Modul vertieft die im ersten Semester erworbenen entwerferischen Grundlagen und führt in kontextbezogene sowie thematisch gebundene Entwurfsprozesse ein. Im Mittelpunkt steht die Entwicklung eines einfachen, monothematischen Entwurfsprojekts im Bereich der Objektgestaltung. Die Entwurfsaufgabe wird unter Berücksichtigung funktionaler, gestalterischer, materieller und kontextueller Parameter bearbeitet. Dabei werden grundlegende Zusammenhänge zwischen Nutzung, Form, Konstruktion, Material und Maßstab systematisch untersucht und in ein kohärentes Entwurfskonzept überführt. Der Entwurfsprozess wird als Spannungsfeld zwischen problemlösungsorientiertem Vorgehen und prozessimmanenter Gestaltung verstanden. Konzeptionelle Entscheidungen werden im Verlauf der Bearbeitung entwickelt, überprüft und in ihren Konsequenzen nachvollzogen. Varianten und Lösungsansätze werden strukturiert erarbeitet, miteinander verglichen und in ihrer jeweiligen Qualität bewertet. Analoge und digitale Simulations-, Entwicklungs- und Darstellungstechniken werden projektbezogen eingesetzt und dienen sowohl der Exploration als auch der Präzisierung des Entwurfs.

Entwurfsstände werden kontinuierlich dokumentiert und in geeigneten Präsentationsformaten digital wie analog dargestellt. Physische Modelle beziehungsweise einfache Prototypen konkretisieren die gestalterischen Entscheidungen im dreidimensionalen Raum. Die abschließende mündliche Präsentation erfolgt im Rahmen einer Ausstellungssituation.